Interview mit Achim Hornung

Senior Consultant Cloud & Infrastructure Monitoring

Du berätst unsere Kunden in puncto Überwachung, Verwaltung und Verfügbarkeit von IT-Services. Wie begann dein Einstieg in das Thema?

Ich habe 2003 meine Ausbildung als Fachinformatiker Systemintegration bei der cellent, damals noch Intec, abgeschlossen und bin danach direkt in das Data Center Management eingestiegen. In dem Umfeld hat sich mir immer wieder gezeigt, wie wichtig eine solide Infrastruktur und der fehlerfreie Betrieb für Unternehmen sind. Hierfür müssen beispielsweise Fragen wie „Was muss ich aus Service-Management-Sicht überhaupt überwachen?“ beantwortet werden. Und da kommt Monitoring natürlich ins Spiel.

Ich bin seit nunmehr über 15 Jahre in diesem Umfeld tätig und rückblickend lässt sich sagen, dass das heutige Monitoring nicht mehr viel mit dem klassischen Monitoring von früher gemeinsam hat. Das liegt natürlich daran, dass Umgebungen und Anwendungen immer komplexer werden. Ein gutes Beispiel ist der Einsatz von web-, server- und cloudbasierten Anwendungen. Das stellte Unternehmen und ihr Monitoring vor völlig neue Herausforderungen. Die Performance war plötzlich in diesem komplexen Umfeld aus on-premise, Cloud, Mobile usw. nicht mehr so einfach zu überwachen. Daraus entwickelte sich Application Performance Management (APM). APM hat letztlich die Aufgabe, Auffälligkeiten im Verhalten von Anwendungen und ihrer Komponenten aufzudecken und auftretende Performance-Probleme oder Störungen zu beseitigen. Und in Kombination mit neuen Technologien wie Artificial Intelligence wird hier meiner Meinung nach die nächste Evolutionsstufe eingeläutet.

Was heißt das konkret? Wo geht der Trend hin?

Im Zuge der digitalen Transformation findet bei allen Unternehmen ein Umdenken statt, eben auch in Sachen Monitoring. Heutzutage reicht es eben nicht mehr aus, sich zum Beispiel nur eine Applikation anzuschauen. Vielmehr müssen Unternehmen alle Zusammenhänge und Abhängigkeiten der von ihnen genutzten Infrastruktur, der Middleware-Komponenten, Applikationen sowie Datenströme verstehen, eben den gesamten Technologie-Stack im Visier haben, End-to-End.

IT- und Anwendungssysteme müssen erreichbar, verfügbar, performant, und zuverlässig sein. Genau diese Kriterien lassen sich durch Monitoring messen und verbessern. Mithilfe von Key-Performance-Indicators (KPIs) können Unternehmen zum Beispiel Service Level Agreements (SLAs) definieren, welche Rückschlüsse auf die Qualität der Serviceerbringung zulassen. Das ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Kombiniert mit AI können Unternehmen solche Monitoring-Prozesse voll automatisieren und auf Basis von Prognosen proaktiv handeln. Mithilfe bestimmter Performance-Metriken lässt sich beispielsweise die Speicherplatzentwicklung auf einer Storage Area Networking (SAN) Infrastruktur einsehen, vorhersagen und entsprechende Handlungen wie Aufstockung oder Reduzierung des Speicherplatzes einleiten.

Interessante Entwicklungen. Was reizt dich so besonders an diesem Thema?

Dass ich mit allen Technologien und Geschäftsprozessen in Berührung komme und damit die Möglichkeit habe, mir ein breites Wissen aufzubauen. Das finde ich super. In Zeiten der Digitalisierung ist es wichtig, sein Know-how weiterzuentwickeln. Und cellent – a Wipro company unterstützt mich hierbei durch entsprechende Trainings und den Austausch mit Experten der Wipro. Bei mehr als 175.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit gibt es immer jemanden, der weiterhelfen kann.

Aber genau denjenigen zu finden, ist das nicht schwierig?

Naja, das erfordert natürlich eine Portion Hartnäckigkeit. Aber Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack unterstützen uns bei der Kommunikation auf globaler Ebene, sodass man recht schnell Antworten bekommt. Die Welt vernetzt sich immer mehr, wodurch engere Partnerschaften entstehen und jeder davon partizipiert.

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